Der Bluthochdruck ist eine ausgesprochen heimtückische Krankheit. Er schreitet langsam über viele Jahre voran und verursacht keinerlei spürbare Probleme. Daher wird er oft nicht wahrgenommen oder nicht als ernstzunehmende Krankheit akzeptiert, denn die "muss" Schmerzen bereiten.
Tatsächlich stirbt niemand am Bluthochdruck selbst. Doch durch die Folgeschäden, die er am Herzen und am Blutgefäßsystem verursacht, trägt er entscheidend dazu bei, dass über 48 % aller Deutschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen versterben.
Schlaganfall
An erster Stelle der Blutdruckfolgen steht der Schlaganfall. Ein Ereignis, das scheinbar "aus heiterem Himmel" hereinbricht, weil der Bluthochdruck, der dazu geführt hat, vorher keine Symptome verursacht hat. Doch der erhöhte Druck in den Blutgefäßen hat diese über Jahre verengt und versteift. Schließlich genügt ein winziger Blutpfropf, um sie völlig zu verschließen. Dann beginnen die Bereiche des Gehirns hinter der Verschlussstelle, die nun nicht mehr mit Blut versorgt werden, abzusterben.
Der Bluthochdruck kann auch dazu führen, dass Blutgefäße im Gehirn unter dem hohen Druck reißen. Auch solche Einblutungen in das Hirngewebe führen zu dessen Absterben und letztendlich zum Schlaganfall.
Dieselben Vorgänge können sich bei einem Infarkt auch im Herzen abspielen. Doch hoher Blutdruck verschlechtert auch schleichend die Funktionsfähigkeit von Gehirn und Herz sowie insbesondere der Niere und der Netzhaut des Auges.