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Wie entsteht Bluthochdruck?

Bei Menschen mit Bluthochdruck (Hypertonie) sind die Druckwerte immer erhöht, nicht nur in Belastungssituationen. In seltenen Fällen sind dafür bestimmte Krankheiten, z.B. der Niere, verantwortlich. Meist lässt sich aber keine organische Ursache dafür feststellen, dass der Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Mit Sicherheit kann man davon ausgehen, dass es nicht ein einzelner Faktor wie z.B. ein bestimmtes Gen ist, der zum Bluthochdruck führt. Alles deutet darauf hin, dass ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen zum Bluthochdruck führt. 

 

 

 

 


Die Risikofaktoren

Nachgewiesen ist, dass eine Reihe von Verhaltensweisen und Lebensumständen zur Entstehung des Bluthochdrucks beitragen oder zumindest eine vorhandene Hypertonie verstärken. Diese werden als Risikofaktoren bezeichnet; sind sie beeinflussbar, so lässt sich durch ihre Reduktion der Blutdruck senken.

Risikofaktoren, die sich nicht beeinflussen lassen:

  • Erbliche Veranlagung:
    Es gibt zwar kein "Bluthochdruck-Gen", aber eine auf der genetischen Ausstattung beruhende Neigung, Bluthochdruck zu entwickeln. Wenn bei den Großeltern, Eltern oder Geschwistern bereits Bluthochdruck aufgetreten ist, muss daher besonders auf den eigenen Blutdruck geachtet werden.
           
  • Alter:
    Männer über 55 und Frauen über 65 Jahre neigen generell zu Bluthochdruck. Dies gilt insbesondere für die Erhöhung des oberen (systolischen) Wertes, während der untere (diastolische) Wert meist im Normalbereich liegt. Grund dafür ist die altersbedingte Versteifung der Blutgefäße, die ihre Elastizität verlieren.

Beeinflussbare Risikofaktoren:

  • Übergewicht:
    Übergewichtige haben immer auch erhöhte Blutdruckwerte. Ein Grund für den hohen Blutdruck ist das große Körpervolumen, das durch das Herz versorgt werden muss; nur durch erhöhten Druck kann das Blut alle Organe ausreichend versorgen. Mit jedem Kilogramm, das ein Übergewichtiger dauerhaft verliert, sinkt messbar der Blutdruck. 


     
  • Kochsalzkonsum:
    Der Kochsalzkonsum in den Industrieländern ist extrem hoch. Kochsalz besteht aus Natrium- und Chloridionen, hohe Konzentrationen dieser Stoffe im Blut erhöhen die Blutmenge in den Gefäßen und damit auch den Blutdruck. 







     
  • Übermäßiger Alkoholkonsum:
    Ein Alkoholkonsum von über 30 g reinem Alkohol pro Tag (mehr als z.B. ein halber Liter Bier oder viertel Liter Wein) erhöhen den Blutdruck deutlich.









     
  • Stress:
    Da die Messung von Stressfaktoren schwierig ist, ist auch der eindeutige Nachweis der Auswirkungen von langfristigem Stress auf den Blutdruck nicht leicht zu führen. Dennoch liegen ernst zu nehmende medizinische Langzeituntersuchungen vor, die zeigen, dass z.B. bei Personen, die beruflich stark belastet sind und gleichzeitig wenig Entscheidungskompetenz haben, häufig auch ein erhöhter Blutdruck zu finden ist.


  • Körperliche Inaktivität:
    Mangelnde Bewegung fördert die Entstehung von Bluthochdruck. Bereits relativ geringe Aktivitätssteigerungen, z.B. eine halbe Stunde Gehen, Hausarbeit oder leichte Gartenarbeit pro Tag, kann den Blutdruck senken.




     
  • Diabetes (Zuckerkrankheit):
    Diabetiker weisen insgesamt ein stark erhöhtes Risiko auf, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden. Dies gilt auch für die Entwicklung eines Bluthochdrucks. Daher ist eine gute Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks sehr wichtig.


Durch die Reduktion von Risikofaktoren lässt sich ein bestehender Bluthochdruck reduzieren. Weitaus effektiver aber ist es, bereits im mittleren Lebensalter langfristig zu denken und zu diesem Zeitpunkt durch gesunde Ernährung und ausreichende körperliche Aktivität der Entstehung eines Bluthochdrucks und vieler anderer Erkrankungen gegenzusteuern. Denn auch Menschen, die mehrere der genannten Risikofaktoren aufweisen, aber noch keine erhöhten Blutdruckwerte zeigen, werden mit größter Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Zeitraums von einigen Jahren einen Bluthochdruck entwickeln.

weiter zu: Warum ist Bluthochdruck gefährlich?

 
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