Informationen zur Beurteilung der Virus-Sicherheit von CREON® / KREON® bezüglich der mexikanischen Grippe
Vor dem Hintergrund, dass Pankreasenzympräparate aus tierischem Ausgangsmaterial, nämlich aus Schweinepankreas, hergestellt werden, ist die Frage aufgekommen, ob die Einnahme solcher Präparate zur Erkrankung an der sogenannten Schweinegrippe bzw. mexikanische Grippe führen kann.
SOLVAY gibt bezogen auf CREON® / KREON® folgende Stellungnahme ab:
1. Was ist über das sogenannte Schweinegrippe-Virus bekannt?
Das H1N1-Influenza-A-Virus, der Auslöser für die aktuell in den Medien diskutierte mexikanische Grippe, ist ein neues Virus, das bislang nicht als Ursache von Krankheiten bei Schweinen oder Menschen beschrieben wurde. Aktuell wurde das neue Influenza-A-Virus vom Stamm H1N1 nicht in Schweinen gefunden, sondern direkt bei Menschen.
Grippe-Viren werden nach dem Lebewesen benannt, in dem sie erstmals entdeckt wurden. Der ursprüngliche Stamm wurde 1930 in Schweinen entdeckt. Dies ist der Grund dafür, dass die Krankheit auch Schweinegrippe genannt wird.
Für den Fall, dass im Verlauf weiterer Untersuchungen das neue H1N1-Influenza- A Virus auch in Schweinen nachgewiesen werden sollte, greifen jedoch zahlreiche Schutzmaßnahmen, die Solvay in der Rohmaterialgewinnung und im Pankreatin-Herstellungsprozess etabliert hat.
2. Besteht Ansteckungsgefahr bei Einnahme von CREON® / KREON®?
SOLVAY überprüft kontinuierlich das Rohmaterial und die Herstellungsprozesse für CREON® / KREON®. Umhüllte Viren wie das Grippe-Virus, sofern sie überhaupt im Ausgangsmaterial enthalten sein sollten, sind im Endprodukt vollkommen inaktiviert.
SOLVAY bezieht Pankreasdrüsen nur von ausgewählten Schlachthöfen aus EU-Ländern und aus den USA (u.a. mit internen Reinigungs- und Desinfektionsprogrammen und diesbezüglichen Überwachungsmaßnahmen). Die Pankreasdrüsen werden ausschließlich von Tieren gewonnen, die durch veterinärmedizinische Untersuchung des Schlachtkörpers und der zugehörigen Organe für den menschlichen Verzehr freigegeben wurden.
Im Rahmen der sorgfältigen Auswahl der Lieferländer und Schlachthöfe hat SOLVAY zahlreiche Maßnahmen bezüglich der Pankreasgewinnung etabliert, die sicherstellen, dass keine Pankreasdrüsen von erkrankten Tieren stammen. Diese Maßnahmen betreffen u.a. die Befolgung tierseuchenrechtlicher Vorschriften, allgemeine Tierseuchenüberwachung und veterinärmedizinische Überwachung des Schlachtprozesses in den Lieferländern und an den Schlachthöfen. Durch diese Maßnahmen ist die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination des Rohmaterials mit Influenza-Viren vom Schwein sehr gering. Als weitere Sicherheitsmaßnahme verfügt der Pankreatin-Herstellungsprozess über Schritte, die umhüllte Viren, zu denen Influenzaviren gehören, äußerst wirksam inaktivieren.
Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass CREON®/ KREON® infektiöse Grippe-Viren enthält. Somit besteht durch Einnahme von CREON®/ KREON® keine Infektionsgefahr an der mexikanischen Grippe.